Was macht ein Werkstudent bei Sysgrade?
Dienstag, 26. Februar 2019

Was macht ein Werkstudent bei Sysgrade?

In einem Informatik-Studium lernt man hauptsächlich Grundlagen und ganz viel Theorie. Von Programmiersprachen, die jeder Informatiker beherrschen sollte - andere bringt man sich selber bei - über mathematische Grundlagen und Fächer, die sehr tief in die Informatik hineinreichen.

Hochschulen stellen sich selbst gerne so dar, dass sie praxisbezogener sind als eine Universität; nichtsdestotrotz finde ich aber persönlich, dass ich in meinem Studium nicht wirklich einen Bezug zur Praxis habe. Doch gerade in der Informatik finde ich es nur sinnvoll, mehr Praxisbezogenheit zu bekommen. Da die Informatik nichts Greifbares ist, muss man abstrakt denken, um sie verstehen zu können.

 

Deswegen habe ich mich dazu entschieden, einen Werkstudenten-Job wahrzunehmen, in dem ich mein theoretisches Wissen in der Praxis anwenden kann. Da ich Medizinische Informatik studiert habe, hatte ich beispielsweise kein Modul im Studium, welches in die Richtung der Frontend-Entwicklung geht. Allerdings dachte ich mir, dass das Wissen in diesem Bereich nicht schaden könnte. Es ist nur von Vorteil, wenn man in vielen verschiedenen Bereichen der Entwicklung auf Erfahrungen zurückgreifen kann.

Bevor ich zur Sysgrade kam, habe ich versucht, mir HTML5 und CSS durch einen Online-Kurs beizubringen. Mit einer guten Grundlage in diesen beiden Sprachen kam ich dann an… war aber doch überrascht, dass es in der „wirklichen Arbeitswelt“ nochmal etwas ganz anderes ist.

Meine erste Aufgabe bestand darin, ein Konzept für eine Website über meine Person zu entwerfen. Dafür setzte ich das Framework „Bootstrap“ ein. Das hat gut funktioniert und auch einiges meiner Kreativität abverlangt, da ich eigene Ideen bezüglich des Aufbaus mit einfließen lassen konnte. Nach einer Einarbeitungsphase von 2 Monaten – in welcher ich mich sehr intensiv mit HTML, CSS und Javascript beschäftigt hatte – war es dann endlich soweit. Ich konnte das erste Mal an einem echten Projekt für einen Kunden mitarbeiten. Hierbei handelte es sich um die Umsetzung aber auch um den Einwurf eines Designs, da der Kunde keines vorgegeben hatte.

Im Moment arbeite ich daran, alles rund um Shopware zu lernen und darf auch wieder bei einem Kundenprojekt mitarbeiten, in dem es viele verschiedene grafische Elemente im Frontend umzusetzen gibt. Über Header, Navigationsleiste, Slider bis zum Footer. Falls ich mal nicht weiterweiß und keine Lösung für mein Problem finde, habe ich in jedem Fall einen Ansprechpartner. Da sich jeder Einzelne im Entwicklerteam auf etwas anderes spezialisiert, kann mir immer mindestens einer auf die Sprünge helfen. Außerdem ist es sehr interessant, verschiedene Systeme, insbesondere Shops kennenzulernen, was in meinem Studium und auch ganz allgemein für meinem späteren Werdegang bestimmt von Vorteil sein wird.

Hauptsächlich arbeiten wir Front-End Entwickler daran, vorgegebene Designs umzusetzen. Das wir selber einmal ein Design machen, kommt eher selten vor. Wir schreiben hauptsächlich in LESS – sehr ähnlich zu CSS, hat nur ein paar andere Schreibweisen, die man sich aber schnell angeeignet hat. Ansonsten arbeiten wir noch mit Template-Dateien. Während meines Studiums hatte ich mich mit so etwas nie beschäftigt, deshalb war es anfangs sehr schwierig, mich zurecht zu finden. Allerdings kann man in einer guten Entwicklungsumgebung nicht wirklich etwas „zerstören“, weshalb ich ausprobiere und dann merke, ob es funktioniert oder nicht. Dieses Vorgehen, hilft mir sehr dabei, Smarty mehr und mehr zu verstehen.

Dadurch, dass Sysgrade aus einem Team von 15 Personen besteht, geht es sehr familiär zu – es wird auf die Zufriedenheit eines jeden Einzelnen geachtet - und man bekommt so gut wie alles mit, was das Unternehmen geplant hat und an was die Anderen so arbeiten. Das liegt auch daran, dass es in jeder Woche montags ein Meeting gibt, in dem wir uns alle darüber austauschen, was man in der Woche geplant hat und an was man arbeitet. Zusätzlich dazu gibt es für die Entwickler jeden Tag ein Daily-Standup. In diesem sagt auch nochmal jeder explizit, an welchen Projekten man an diesem Tag arbeitet und wenn man irgendwo hängt und einen Kollegen benötigt, um an seiner Sache weiterzukommen.

Alles in allem kann ich einen Studentenjob nur empfehlen! Man hat viel Freude und Abwechslung und kann täglich (neu) Erlerntes anwenden. So lernt man wirklich viel mehr als in der reinen Theorie. Außerdem handelt es sich um eine echte Berufserfahrung (auch wenn es während des Studiums ist), was sich später sicherlich auszahlen wird, da man nach einem abgeschlossenen Studium schon etwas aus dem Bereich vorweisen kann.

 

Autor: Marie Grotz (Werkstudentin)

Weitere Beiträge in dieser Kategorie:
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok