E-Commerce Trends 2019
Donnerstag, 21. März 2019

E-Commerce Trends 2019

Wie die Jahreszahlen in unserem Kalender, so rasch entwickelt sich auch die Technik, mit der wir arbeiten. Hier ist E-Commerce ein immer mehr wachsendes Gebiet, das an vielen Stellen mit ganz eigenen Kniffen arbeitet. Denn die Ziele sind hoch und zeitweise komplex: die Menschen zu erreichen, sich einen Kundenstamm aufzubauen und sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Die Trends und Entwicklungen haben wir in drei wichtige Kompetenzen eingeteilt und möchten diese im Folgenden vorstellen: “Aufmerksamkeit - bekommen und erregen“, „Erreichbarkeit - für alle“ und „Attraktivität - in der Nutzung”.

Aufmerksamkeit

 Wer nicht gesehen wird, wird seine Angebote nur bedingt gut vermarkten können. Die Mittel um wahrgenommen zu werden und auf sich aufmerksam zu machen sind vielfältig.

Soziale Medien

Ein mächtiges Werkzeug unserer Zeit sind die sozialen Medien. Dort können sich Informationen und Meinungen schneller verbreiten als so manchem lieb ist. Es ist schon lange nichts Neues mehr, dass man sie für seinen Web-Auftritt nutzt um ein möglichst großes Publikum zu erreichen.

Der richtige Einsatz auf ausgewählten Plattformen ist hier von Bedeutung. Die breite Masse wird praktisch minütlich mit neuem Content bombardiert. Abheben kann man sich sehr gut mit dem Grundsatz „Qualität vor Quantität“. Um effektiv das Produkt an den Kunden zu bringen, ist es wichtig, sich auf seine Zielgruppe und die Plattformen, auf denen diese vertreten ist, zu konzentrieren.

Was nie vergessen werden darf: Menschen sind faul. Sie wollen alles schnell, einfach und möglichst direkt. Daher ist es unbedingt nötig, es dem Kunden so einfach wie möglich zu machen und den Kauf-Button am besten schon direkt neben die Werbung setzen.

Visualisierung

Neben den bisher üblichen Möglichkeiten sein Produkt zu visualisieren, wie professionelle Bilder, Zoom und Videos, tun sich gerade ganz neue Technologien auf: Onlineshoppen 2.0 – aber welche Möglichkeiten bieten VR & AR?

Augmented Reality

Wie der Name schon sagt, wird die Realität um virtuelle Elemente erweitert. Dazu benötigtes es keine zusätzliche Technik oder Aperturen, es genügt ein Smartphone oder Tablet und eine App, die die Software liefert. Ikea beispielsweise bietet den Kunden die Möglichkeit, die Möbel Zuhause in Echtgröße virtuell zu platzieren, was natürlich neben dem Unterhaltungsfaktor auch einen praktischen Mehrwert liefert.

Virtual Reality

Neben der Augmented Reality gibt es die komplett virtuelle Realität. Die sich zwar an der tatsächlichen Umgebung orientieren kann, ist jedoch komplett programmiert. Am stärksten im Einsatz ist diese Technik in der Unterhaltungsbranche. Dafür notwendig sind VR-Brillen, deshalb und weil die ganze Angelegenheit sehr kostspielig ist, ist VR ist Deutschland noch nicht besonders verbreitet. Doch der Trend in diese Richtung gewinnt stark an Zuwachs.

Erreichbarkeit

Warum es nichts Wichtigeres für einen Shop gibt als erreichbar zu sein, das muss nicht im Detail erläutert werden. Aber was macht einen Shop besonders gut und leicht erreichbar und welche neuen Wege tun sich zurzeit auf?

Mobil

Immer mehr verlagert sich auf unsere Mobiltelefone, somit auch das Einkaufen. Deswegen reicht eine responsive und gut bedienbare Webseite allein bald schon nicht mehr aus. Auch Apps geraten in diesem Zusammenhang langsam aus der Mode. Wer die Vorteile und Möglichkeiten von beidem ausnutzen möchte, setzt auf eine Progressive Web App.

Verbesserte Suche durch Sprachsteuerung

Einfaches Suchen und schnelles Finden, und zwar genau die richtige Auswahl bitte. Nicht nur „einer der oberen Google-Treffer zu sein“ ist hier relevant, auch die Suchfunktion im Shop sollte gut ausgefeilt sein. Sinnvolle Filter und Fehlertoleranz bei Texteingaben sind Grundbausteine, doch weil sowohl die Möglichkeiten, als auch die Anforderungen wachsen, ist das A und O, hier technologisch am Ball zu bleiben.

Ein Trend, der sich in den letzten Jahren entwickelt hat, ist Sprachsteuerung und akustisches Suchen. “OK Google, lege 2 davon und 3 hiervon in den Warenkorb.”, ist inzwischen keine Utopie mehr, sondern Alltag. Die Giganten Google, Amazon und Co machen es vor und haben ihre Sprachassistenten am Markt und in privaten Haushalten etabliert.

Chatbots

Ein interaktiver Austausch und auf individuelle Kundenfragen eingehen, ist guter Kundenservice und gibt dem Nutzer auch das Gefühl, nicht alleingelassen zu werden. Da die Beratung von Menschen ab einer gewissen Shopgröße oft unwirtschaftlich ist (besonders, wenn häufig die gleichen Fragen gestellt werden), kommen immer mehr selbstlernende Chatbots zum Einsatz. Deren Sprachnatürlichkeit und Informationsübermittlung hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Sogar virtuelle Modeberater sind bereits tatkräftig am Beraten.

Attraktivität

Nehmen wir an, der Kunde hat es bis in Ihren Shop geschafft. Sie haben ihn mit gelungener Darstellung Ihrer Produkte kaufinteressiert gemacht. Jetzt fehlen nur noch die letzten paar Prozent, die ihn endgültig überzeugen.

Schnelle Lieferzeiten

Wenn es nach dem Kunden ginge, wäre das Bestellte auf Knopfdruck da. Tatsächlich werden die Lieferzeiten immer kürzer und beschränken sich vereinzelt auf nur wenige Stunden. Der Einsatz von Drohnen wird vermehrt getestet und es wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen, bis die ersten ihre Pakete aus der Luft bekommen.

Bezahlmethoden

Die Standardauswahl an Bezahlmöglichkeiten sollte auf jeden Fall zur Verfügung stehen. Zusätzlich entwickeln sich gerade neue Verfahren und Dienstleister als Alternative zur Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung usw. Achtung: Ab September 2019 gibt es nach der PSD2 EU-Richtlinie einige Änderungen. Die neue Vorschrift legt fest, dass der Kunde sich künftig zweifach authentifizieren muss. Damit wird für mehr Sicherheit bei der Zahlungsabwicklung gesorgt aber auch der Aufwand für den Kunden erhöht. Genaueres zur Umsetzung und welche Ausnahmen es gibt bald in einem eigenen Beitrag.

Soziale Verantwortung

Nicht zu unterschätzen sind die Werte, für die der Anbieter als Unternehmen steht. Die Tendenz zum bewussten Handeln gegenüber der Umwelt wird stärker. Zunehmend mehr Menschen legen Wert auf regionale, faire, CO2-arme oder plastikfrei verpackte Produkte. Das Übernehmen sozialer Verantwortung und als gutes Beispiel voranzugehen, macht nicht nur grundsätzlich Sinn, sondern schafft auch ein höheres Vertrauenslevel beim Kunden. Im stetigen Wandel ist es eine große Aufgabe, immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Mit einem soliden Fundament und ehrlichen Geschäftsmodell ist es aber auch gar nicht notwendig, jedem Trend hinterherzulaufen. Die Tendenzen und Anforderungen zu erkennen und sich daran zu orientieren, ist hingegen sinnvoll und führt zu einem nachhaltig erfolgreichen Onlineshop.

 

Autor: Laila Zink (Werkstudentin)

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